Folkloregruppe
Renningen 1955 e.V.
1956 - 1971 Ausdehnung der Vereinsaktivitäten
Mit der Gründung des Vereines stand nicht mehr nur das Kartenspielen im Vordergrund. Ende der 50er Jahre gründeten die Mitglieder eine Fußballmannschaft. Spielgegner waren örtliche Vereinsmannschaften und andere Ortsvereine der UdL.

Die eigens für die Jahresabschlussfeiern ins Leben gerufene Theatergruppe und der gemischte Chor bereicherten im Laufe der Jahre die Programme der Adventsfeiern in den Gasthäusern „Adler“ und „Schwanen“.

Zudem organisierte die Vorstandschaft jährliche Vereinsausflüge in die nähere Umgebung z.B. 1956 zur Insel Mainau oder 1957 eine Wanderung am Michaelsberg bei Heilbronn mit Abschluss in Tripsdrill im Gasthaus „Altweibermühle“.


Zur Hauptversammlung im Januar 1960 übernahm Anton Sauter das Amt des 1. Vorsitzenden von Anton Ast.

Ein weiterer Bestandteil des Vereinslebens war die ehemalige Hullar-Band, die sich in Deutschland zu einer Tanzkapelle formierte. Sie spielten bei Sommernachts- und Waldfesten in Münchingen, Korntal und Gerlingen. 1963 übernahm sie eine wichtige Rolle beim ersten Bergwaldfest (Sommernachtsfest) der UdL. Die Musik und die fremdländischen Tänze fanden bei der Renninger Bevölkerung großen Anklang. An beiden Tagen waren alle Plätze voll belegt, so dass in den nächsten Jahren weitere Feste folgten.

Bereits beim Aufbau der Bonifatiuskirche beteiligten sich die Männer der UdL tatkräftig bei den Bauarbeiten. Sie waren unter anderem maßgeblich am Rohbau des Pfarrhauses beteiligt.

Auch als der Kirchturm der kath. Bonifatiuskirche in Renningen 1964 gebaut wurde, unterstützten die Mitglieder mit vereinten Kräften. Zudem sammelten sie unter dem ersten Vorsitzenden Hans Kaiser sen. (1963 – 1967) Spenden für die kleinste der neuen Kirchenglocken und für einen Teil des elektrischen Läutewerkes.
Da noch nicht genügend Geld zusammengekommen war, beschlossen die Vereinsvertreter während eines Vereinstreffens zwei Torten amerikanisch zu versteigern. So kam die erforderlich Summe zusammen, die der katholischen Kirchengemeinde übergeben werden konnte. Die Glocke wurde daraufhin dem Apostel Ungarns, dem Heiligen Gerhard, geweiht. Die Inschrift lautete daher “Hl. Gerhard, erhalte uns im Glauben stark“ und „Gespendet von den Ungarndeutschen in Renningen“.

Nach einem Besuch des Landesschwabenballes 1968 in Ludwigsburg beschloss die Vereinsführung unter dem 1. Vorsitzenden Johann Holczer neben der Trachtenpflege künftig mit einer eigenen Tanzgruppe aufzutreten. Dadurch wurden aus sporadischen Auftritten eine feste Einrichtung.
Die neu gegründete Kindergruppe trat erstmals am 29. Juni 1968 im Vereinsheim des Männergesangverein Frohsinns auf. Sie tanzten mehrere Menuetts, die im Wohnzimmer von Frau Marianne Holczer einstudiert worden waren. Anlass dazu war die feierliche Übergabe der von dem Kunstmaler Hermann Ehm selbstgemalten Fahne an die Vereinsführung.



Die 1969 gegründete Jugendgruppe gestaltete unter der Leitung von Monika Kraus (verheiratete Bordt) unter anderem zusammen mit der Kindertanzgruppe und der Theatergruppe die künftigen Familiennachmittage in der SVR-Halle, bei der bis zu 190 Personen teilnahmen. Fr. Bordt war die erste offiziell eingesetzte Tanzleiterin des Vereins und leitete die Tanzgruppen von 1969 bis 1974.
Die Ungarndeutsche Landsmannschaft beteiligte sich zunehmend an Festen der örtlichen Vereine und gestalteten 1969 einen Festwagen als „Ulmer Schachtel“. Damit nahmen sie am Umzug des Musikverein Renningen anlässlich seines 40-jährigen Jubiläums teil.Der erste offizielle Auftritt der Jugendtanzgruppe fand zum Bergwaldfest im Juli 1970 statt. Das Tanzrepertoire umfasste nun neben Volkstänzen auch den Amerikanischen Square Dance und den Stepptanz. 1971 wurden deshalb zusätzliche Tanzkleider (Miniröcke) für künftige Auftritte angefertigt.
 
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